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Verwarnung: Viagra-GHB-Cocktail

27/01/2014

Gefährlicher Gebrauch von Drogen-Cocktails in der Club-Scene
Seit je her werden in Clubs Drogen verwendet. Wieso ist das so? Party-Drogen wirken stimmungsaufhellend, versetzen Energieschübe, steigern das Selbstvertrauen oder entspannen. Sie werden deshalb vorwiegend von Jugendlichen und jungen Erwachsenen verwendet. Die meisten dieser Leute gehen davon aus, dass der Gebrauch derartiger Freizeit-Drogen keine ernsthaften Auswirkungen auf die Gesundheit haben, was eine Fehlannahme ist. Erschreckender ist zudem, dass in Clubs immer häufiger Drogen miteinander gemischt werden, was die Gefahren von gesundheitsschädlichen bis zu lebensbedrohlichen Nebenwirkungen verstärkt. Der letzte Trend besteht darin, Viagra mit GHB zu mischen.

Viagra wird zur Behandlung von Impotenz verwendet und ist das bekannteste Potenzmittel weltweit. Es bewirkt eine Erschlaffung der Blutgefäße im Penis, wodurch mehr Blut in die Blutgefäße des Penis fließt. Gleichzeitig wird der Blutabfluss behindert. Dies führt zur Erektion. Die Wirkung von Viagra hält 4 bis 6 Stunden an.

Gamma Hydroxybutansäure, auch bekannt unter dem griffigeren Namen GHB, ist eine salzige, klare und geruchlose Flüssigkeit bzw. auch Pulver. Viele Menschen wissen nicht, dass GHB ein starkes Medikament ist. Seit 2005 kommt GHB in Deutschland bei der Behandlung von Narkolepsie (im Volksmund auch Schlafkrankheit genannt) zur Anwendung und manchmal wird es auch bei der Behandlung von Alkoholismus eingesetzt. Flüssiges Ecstasy, als das es ebenfalls bekannt ist, wirkt beruhigend auf das zentrale Nervensystem. Allgemein gesagt, setzt es die Körperfunktionen herab. In der Club-Scene liegt die verwendete Dosierungen meist zwischen 500 bis 3000 mg. Bei Überdosierung führt GHB zu Schwindel, Schläfrigkeit und Erbrechen. In geringer Dosierung ist die Wirkung mit der von Alkohol und Ecstasy vergleichbar, wie einem Gefühl von Euphorie, Enthemmung und sexuelle Erregung. Diese von den Betroffenen gewollten „positiven“ Effekte sollten nicht über die möglichen Gesundheitsrisiken hinwegtäuschen. Zumal die Droge sehr schnell süchtig machen kann.

Viagra-GHB-Cocktail
GHB steht im Ruf, die sexuellen Erregung zu stimulieren. Zwar fördert Viagra den Blutfluss in den Penis, aber zuvor muss Mann erst einmal erregt sein, damit es mit Viagra zu eine Erektion zu kommen kann. In der Club-Scene geht man davon aus, dass sich die beiden Medikamente positiv ergänzen. Das eine stimuliert die sexuelle Erregung und das andere bewirkt, dass die Erektion möglichst lange anhält. Obwohl dies plausibel erscheinen mag, ist dieser Effekt nicht nachgewiesen. Ebenso wenig sind die möglichen Nebenwirkungen dieser Medikamenten-Kombination bekannt. Der Medikamenten-Cocktail wird auf der Straße gekauft, aber für Straßendrogen gibt es weder Herstellungsstandards noch Angaben zum Inhalt bzw. der Stärke der verwendeten Substanzen. Deshalb ist ihre Verwendung ein unkalkulierbares Risiko. Insbesondere wenn Medikamente miteinander gemischt werden, kann das starke Nebenwirkungen hervorrufen. Im schlimmsten Fall könnte die Einnahme von Viagra und einem GHB-Cocktail zur Überdosierung und Tod führen.

Maßnahmen gegen den Cocktail
Da die Missbrauchsrate von Viagra und GHB ansteigt müssen zusätzliche Maßnahmen dagegen unternommen werden. Die Politik muss hier den ersten Schritt unternehmen, um insbesondere die Jugendlichen vor den negativen Konsequenzen zu schützen. Das Problem muss von mehreren Seiten angegangen werden. Zum einen ist es notwendig, den illegalen Drogenhandel stärker zu überwachen. Seit 2002 fällt GHB unter das Betäubungsmittelgesetz in Deutschland und macht den ungerechtfertigten Besitz strafbar. Der Besitz von Viagra ist jedoch nicht illegal. Hier muss sichergestellt werden, dass das Viagra nur über ein ärztliches Rezept bezogen werden kann.

Darüber hinaus sollten Clubbesucher über die Gefahren dieser Medikamenten-Cocktails besser informiert werden. Landesweite Kampagnen auf speziellen Webseiten, in Magazinen und Clubs sollten im Auftrag der Regierung durchgeführt werden. Da viele Clubbesucher nicht wissen, welchem Risiko sie sich durch die Einnahme dieser Cocktails aussetzen, ist es wichtig, dass man sie darüber informiert. Eine andere gute Initiative welche die Aufklärung der Clubbesucher unterstützt ist z.B. das soziale Projekt Drugscouts in Leipzig. Diese Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, junge Leute besser über die Gefahren der legalen und illegalen psychoaktive Substanzen zu informieren. Die Drugscouts informieren nicht nur über ihre Webseite, sie gehen auch selbst in die jeweiligen Clubs mit ihren Infoständen und versuchen die Clubgäste für das Thema zu sensibilisieren. Initiativen wie diese sollten von der Regierung stärker als bisher auch finanziell unterstützt werden, so dass das Projekt über Leipzig hinaus auf ganz Deutschland ausgebreitet werden kann.

Verbannung des Viagra-GHB-Coctails
Die Einnahme von Drogen geschieht niemals ohne Konsequenzen. Manch einer mag denken, dass die Einnahme von geringen Dosierungen relativ ungefährlich sei. Das ist jedoch im besten Fall blauäugig. Noch problematischer ist der Fall, wenn mehrere unterschiedliche Drogen bzw. Medikamente gleichzeitig eingenommen werden. Die Wirkung von Viagra in Verbindung mit GHB wurde nie erforscht. Viagra sollte nur aufgrund der Verschreibung durch einen Arzt angewendet werden. Eine Online-Apotheke wie Medix24 bietet diesen Service gratis. Der Kunde füllt einen medizinischen Fragebogen aus und nur wenn der Arzt nach gewissenhafter Prüfung einer Verschreibung zustimmt, erhält der Kunde das entsprechende Medikament. Die Verschreibung von Medikamenten erfolgt nur in medizinisch begründeten Fällen und nachdem Vorteile und Risiken gegeneinander abgewogen wurden.
Nochmals, aufgrund der durch die Einnahme von GHB verbundenen hohen Risiken, besteht die Gefahr der Überdosierung – im schlimmsten Fall mit Todesfolge. Aufgrund der zunehmenden Verbreitung dieses Cocktails ist die Politik gefordert, größere Anstrengungen zur Abwendung der daraus resultierenden Gefahren zu unternehmen. Stärkere Überwachung, mehr Aufklärung und größere finanzielle Mittel für soziale Projekte mit dem Ziel, den Viagra-GHB-Cocktail aus den Clubs zu verbannen.

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