Endlich ist er da, der Urlaub. Sonne, Strand, Erholung, Freizeit, davon träumen viele von uns. Trotzdem kommt es regelmäßig vor, dass die sogenannte schönste Zeit im Jahr ein Fiasko wird. Hier 5 Tipps, wie Sie mit ein bisschen Vorbereitung dem hoffentlich vorbeugen können:
1. Sonne
Denken Sie daran, dass in südlicheren Ländern und auch in den Bergen die Sonneneinstrahlung intensiver ist, auch wenn die Sonne gerade nicht scheint. Daher ist es ratsam, Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor zu verwenden, wichtig vor allem auch für Kinder und Babys. Mehrmals und gut eincremen und viel (Wasser) trinken. Wenn Sie oder Ihre Lieben gerne schwimmen, empfiehlt sich ein wasserfester Sonnenschutz. Auch hier gilt: mehrmals eincremen, lieber einmal zu viel als zu wenig. Die Wasseroberfläche reflektiert die Sonnstrahlen und dadurch kann die Sonneneinstrahlung verstärkt werden. Vorsonnen: gewöhnen Sie schon jetzt Ihre Haut an die Sonne, gehen Sie so viel wie möglich nach draußen. Kopfschutz: sorgen Sie für ausreichenden Sonnenschutz auf dem Kopf, nicht nur Babys und Glatzenträger laufen Gefahr, diese jedoch besonders und sollten sich vor allem im Schatten aufhalten. Eine Kappe oder Sonnenhut können außerdem schick aussehen. Sonnenstich: wer sich fast ausschließlich längere Zeit in der prallen Sonne aufhält, kann sich einen Sonnenstich zuziehen. Wenn Sie Anzeichen hiervon an sich entdecken, schnell in den Schatten wechseln und je nach Schwere zum Arzt gehen.
2. Krankheiten
Malaria ist eine weltweit vorkommende Krankheit und gefährlich für Reisende. Informieren Sie sich vor Antritt der Reise, ob Ihr Reiseziel ein Malariagebiet ist. Mit Malarone haben Sie ein Medikament, das sowohl zur Prophylaxe vor der Reise als auch zur Bekämpfung einer Erkrankung eingenommen werden kann. Vergessen Sie in Ihrer Reiseapotheke auch nicht, ausreichenden Mückenschutz einzupacken. Weniger gefährlich, dafür aber äußerst unangenehm ist die Reisediarrhöe, auch Montezuma’s Rache genannt. Essen Sie kein ungewaschenes Obst, trinken Sie auch kein Wasser aus dem Hahn und wenn Sie essen gehen, achten Sie auf die allgemeine Sauberkeit und Frische der Speisen. Vergessen Sie auf Ihrer Reisecheckliste auch nicht die Überprüfung Ihres Krankenversicherungsschutzes, den Sie hoffentlich nicht brauchen werden. Vorsorge ist ja bekanntlich besser als Nachsorge.
3. Periode
Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, dass der monatliche Zyklus ausgerechnet in den Urlaub fällt. Wer will sich hiervon schon seinen Urlaub verderben – oder zumindest beeinträchtigen – lassen? Zum Glück gibt es inzwischen eine Lösung auch für Frauen, die nicht die Pille nehmen: mit Norethisteron kann frau die Periode bis zu zwei Wochen verschieben. Es ist allerdings verschreibungspflichtig (daher rechtzeitig dran denken) und wird in der Regel sehr gut vertragen.
4. Jetlag
Lange Flugreisen, vor allem Richtung Osten (der Tag wird kürzer), kann die innere Uhr ganz schön durcheinanderbringen und das Ganze kann sogar bis zu 5 Tagen anhalten. Bei Reisen in die andere Richtung werden die Tage länger, da Sie mit der Sonne mitfliegen und dann wird die Heimreise vielleicht beschwerlicher, bzw. die Zeit nach der Ankunft. So ein Jetlag (eine Wortkreation aus dem Englischen von“ Jet“ = Düsenflugzeug und „lag“ = Rückstand) kann das Wohlbefinden sehr beeinträchtigen, in ernsten Fällen sogar Desorientierung und Aggressivität, hervorrufen – mit durch den gestörten Tag- / Nachtrhythmus. Auch hier kann man selbst etwas tun. Zur Vorbereitung beispielsweise langsam den Schlafzyklus anpassen und je nach dem eher oder später ins Bett gehen. Im Flugzeug regelmäßig bewegen (es gibt hierzu auch Programme im Internet und bei manchen Fluggesellschaften findet man Übungstipps in der Stuhltasche oder dem Reisemagazin) und möglichst keinen Alkohol und Kaffee trinken, stattdessen lieber regelmäßig Wasser, um die Austrocknung, die durch die trockene Luft im Flugzeug begünstigt wird, im Rahmen zu halten. Vor dem Start am besten auch auf Alkohol und Kaffee verzichten, leichte Kost zu sich nehmen und entspannt und ausgeschlafen starten. Vor allem wenn die Reise durch mehrere Zeitzonen geht, wird dem Körper auch so schon genügend abverlangt. Stellen Sie sich so rasch wie möglich auf die Zeit und den Tag- / Nachtrhythmus am Zielort ein, vielleicht auch gleich die Armbanduhr auf die Zielzeit einstellen und sich in den Tageszyklus einfügen. Auch wenn Sie sehr müde sind, ist es besser, nicht tagsüber zu schlafen, sondern den Abend abzuwarten, um so rasch wie möglich den Biorhythmus wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Unterstützend kann auch Melatonin eingenommen werden, ein menschliches Hormon, das in der Zirbeldrüse (Epiphyse) produziert wird und bei Schlafproblemen sowie Jetlag medikamentös eingesetzt wird. Dieses Mittel 2 Stunden vor dem Schlafengehen, z.B. um 22.00, am Ankunftstag einnehmen. Von der Einnahme von Schlafmitteln jeder Art vor oder während der Reise ist stark abzuraten, da dies einer Thrombosebildung (Blutgerinnsel in einem Blutgefäß, oft in den Beinvenen) zuträglich sein kann.
5. Harmonie
Regelmäßig kommen leider auch Differenzen bis hin zu handfesten Streitigkeiten im Urlaub vor. Das hat unter anderem damit zu tun, dass man sich im Alltag manchmal den ganzen Tag lang nicht sieht (z.B. in Partnerschaften und Familien) oder dass man sich nicht so gut kennt (wenn man als Freunde oder Reisekollegen unterwegs ist, oder mit einer neuen Liebe) und im Urlaub plötzlich viel mehr Zeit zusammen ist und zusammen verbringt, vor allem wenn man sich auch noch ein Zimmer oder Appartement teilt. Ein anderer Grund von Reibereien können unterschiedliche Auffassungen von Freizeitgestaltung, Pünktlichkeit, Sauberkeit und Ordnung sein. Sie können die Liste gerne fortsetzen. Hier ist es wichtig, sich vor Antritt der Reise Gedanken zu machen über Alternativprogramme, auch mal separat Dinge zu planen und sich darüber auszutauschen, wie Sie sich die Urlaubsgestaltung vorstellen. Ein bisschen Planung kann hier nicht schaden. Nehmen Sie vielleicht auch ein Gesellschaftsspiel mit (je nachdem mit wem Sie reisen) oder etwas was allen Spaß macht, und machen Sie im Vorfeld deutliche Absprachen nach dem „was wäre wenn“ Prinzip und such nach möglichen Kompromissen. Im „Ernstfall“ kann darauf verwiesen werden, denn wenn sich die Gemüter erst einmal erhitzt haben, ist eine Einigung, vor allem wenn Hitze und allgemeine Gereiztheit hinzukommen, erst einmal fern der Heimat, im übertragenen und wörtlichen Sinne. Für Paare kann es hilfreich sein, ein paar „Streitregeln“ aufzustellen, vor allem wenn Sie lange Zeiten der Gemeinsamkeit nicht gewöhnt sind oder bereits wissen, dass unterschiedliche Auffassungen bestehen. Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an, aber im mehr oder weniger intensiven Umgang damit kann es eben auch zu Reibungen kommen… Wir wünschen Ihnen einen tollen und erholsamen Urlaub, genießen Sie von der „schönsten Zeit des Jahres“.
Herzlichst, Ihr Medix24 Team